빌헬름 폰 훔볼트의 예술관에서 본 ‘상상력’의 본질

Das Wesen der Einbildungskraft in der Humboldtschen Kunstanschauung
  • 이성준

초록

Im vorliegenden Aufsatz habe ich versucht, das Wesen der Einbildungskraft an der Humboldtschen Kunsttheorie zu bestimmen. Die Betonung des schöpferischen Aktes als eines Werkes der künstlerischen Einbildungskraft ist Humboldts Ausgangspunkt vom Kunstbegriff. Soll bei Humboldt ein Gegenstand aus der Wirklichkeit in das Reich der Einbildungskraft überführt werden, so darf kein Teil von ihm vereinzelt dastehen, sondern alles muß der Bedingung eines inneren Zusammenhang unterliegen. In seinem Kunstschaffen verfolgt der Mensch das Ziel, die in der Wirklichkeit vorhandene ungeheure Masse einzelner und abgerissener Erscheinungen in ein organisiertes Ganzes zu verwandeln. Humboldt hatte den Übergang aus der Wirklichkeit in den Bereich der Kunst als einen Prozeß des Idealisierens beschrieben. Für Humboldt ist es ein wichtiger Kunstbegriff, daß das Wirkliche durch die Einbildungskraft in ein Bild verwandelt werden soll. Das ist die allgemeinste Aufgabe aller Kunst. Nach der Kantischen Philosophie wirken bei jeder Erkenntnis von etwas die drei Erkenntniskräfte Sinnlichkeit, Einbildungskraft und Verstand zusammen. Er definiert die Einbildungskraft als ein Grundvermögen der menschlichen Seele, das aller Erkenntnis a priori zum Grunde liegt. Von Humboldt auch wird die Einbildungskraft als das Vermögen zwischen den wahrnehmenden Sinnen und dem diese Wahrnehmung regelhaft verarbeitenden Verstand gedacht. Humboldt schließt sich der Kantischen Bestimmung der Funktion der Einbildungskraft bei der Bestimmung des Schönen an. Nach Humboldt geht sie ein in die Definition der Kunst als einer Fertigkeit, die Einbildungskraft nach Gesetzen produktiv zu machen. Der Anspruch auf die subjektive Allgemeinheit des Geschmacksurteils gründet in der Bindung der künstlerischen Einbildungskraft an den Verstand. Die freie Übereinstimmung der Produkte der Einbildungskraft mit den Gesetzen des Verstandes allein verbürgt ihre Allgemeinheit. Das Kunstwerk stellt nicht nur den Stoff dar, es weckt zugleich die seelische Kräfte, von denen es rezipiert und reproduziert wird. Das heißt Objektivierung der subjektive Einbildungskraft. Erst wenn der Künstler sein Werk als ein Produkt der Einbildungskraft erscheinen läßt, kann er die Einbildungskraft des Rezipienten erreichen.

키워드

EinbildungskraftÄsthetikKunsttheorieIdealisierung상상력미학예술론이상화
제목
빌헬름 폰 훔볼트의 예술관에서 본 ‘상상력’의 본질
제목 (타언어)
Das Wesen der Einbildungskraft in der Humboldtschen Kunstanschauung
저자
이성준
발행일
2013
저널명
독어학
27
페이지
149 ~ 170