식사문화의 계급성: 차별화 시도와 동질화 추구

Esskultur und Klasse
  • 이기식

초록

Der vorliegende Aufsatz untersucht den Zusammenhang von Esskultur und Klasse und fokussiert dabei insbesondere das Ziel der herrschenden Klasse, die Entwicklung einer eigenen Esskultur einerseits zur Stärkung des Zusammenhalts innerhalb dieser Klasse und andererseits zur Abgrenzung von anderen Klassen zu nutzen. Die Argumentation basiert auf dem Begriff des „kulturellen Kapitals“ von P. Bourdieu, welches ihm zufolge wie auch andere Kapitalsorten (beispielsweise das ökonomische, das soziale oder das symbolische Kapital) in Geld konvertiert werden kann. Sie nimmt weiterhin die Erkenntnis des berühmten französischen Soziologen zum Ausgangspunkt, dass die an den Geschmack gebundenen Kapitalsorte, das kulturelles Kapital, je nach Klassenzugehörigkeit in unterschiedlichem Maße zur Verfügung steht und es somit erlaubt, eine „hohe" Kultur zugunsten der herrschenden Klasse aufrecht zu erhalten. Wenn Esskultur von einigen Wissenschaftlern als Kultur verstanden wird, die unabhängig von einer Klassenzugehörigkeit allgemein allen Menschen zuzuschreiben ist, dann ist dieser Argumentation entgegenzusetzen, dass Esskultur als ein wichtiger Aspekt des kulturellen Kapitals und somit als Darstellungsmöglichkeit einer Klassenkultur durchaus als „allgemeine" Kultur akzeptiert werden kann. Zur Esskultur gehört das gesamte kulturelle Umfeld der Ernährung, z. B. Speisen, Dekoration und Tischsitten. Bereits seit der Antike weist das Essen einen unauflöslichen Zusammenhang mit politischer und religiöser Macht auf. Jedoch wurden in Europa insbesondere im 12. Jahrhundert Tischsitten der herrschenden Klasse entwickelt und präzise Beschreibungen eines angemessenen Verhaltens am Esstisch veröffentlicht, sodass sich die Tischsitten der herrschenden Klasse rasant europaweit verbreiteten. Im Mittelalter war es noch allgemein üblich,Essgeräte wie Teller, Tassen und Löffel mit Mitessenden gemeinsam zu benutzen. Jeder trug sein eigenes Messer, das am Esstisch zum Einsatz kam, und aß mit den Händen, da Gabeln zu dieser Zeit noch keine Verwendung fanden. Das Ziel dabei, Tischsitten zu entwickeln und deren Einhaltung zu fordern, war es, ein angenehmes Miteinander beim Essen ohne Überraschungen zu ermöglichen; hinzu kamen Veränderungen in der religiösen und der politischen Konstellation. Seit dem 14. Jahrhundert und bis ins 16. Jahrhundert demonstrierten die politischen und militärischen Machthaber ihren sozialen Status nicht mehr allein durch ein Übermaß an Speisen, sondern auch durch dessen erlesene Qualität und stilvolle Inszenierung. Aus diesem Grund wurden Essgeräte,Esstische, Tischdecken und Beleuchtung aus wertvollen Materialien hergestellt. Vom 16. Jahrhundert an wurden in den höheren Klassen auch Gabeln benutzt, während Arme weiterhin mit den Händen aßen. So wurde es im Laufe der Zeit in der herrschenden Klasse auch üblich, im Gegensatz zu anderen Schichten ein eigenes Besteck zu verwenden. Um das Essen mit anderen feierlich zu genießen, wurde entsprechend des Geschmacks bzw. kulturellen Kapitals die passende Kleidung für den Anlass gewählt. Weiterhin waren Erziehung bzw. Sozialisation bezüglich des kulturellen Kapitals notwendig, um am Esstisch angemessene Gespräche führen zu können. In der Kombination dieser Aspekte dient die Esskultur als ein zentraler Aspekt des kulturellen Kapitals dazu, die Klassenzugehörigkeit der betroffenen Personen zu kommunizieren und zu etablieren.

키워드

음식문화식사매너문화자산계급성식사도구EsskulturTischsittedas kulturelles KapitalKlassenzugehörigkeitEssgeräte
제목
식사문화의 계급성: 차별화 시도와 동질화 추구
제목 (타언어)
Esskultur und Klasse
저자
이기식
발행일
2011
저널명
외국어로서의 독일어
29
페이지
73 ~ 98