상세 보기
한스-울리히 트라이헬의 소설 그루네발트제에 나타난 구서독의 정서
초록
Hans-Jürgen Treichel hält mit der Geschichte seines Protagonisten Paul Teilen der westdeutschen Gesellschaft der späten 80er Jahre gleichsam einen Spiegel vor. Abgesichert durch die materiellen und ideellen Errungenschaften der Vorgängergeneration richtet sich Paul in einer Lebenssituation ein, die es ihm erlaubt, drängende politische und private Fragen und Entscheidungen einfach auszublenden, bzw. ihnen auszuweichen. Paul ist sich des provisorischen Charakters seines Lebensentwurfs, der 'Scheinidylle', einerseits durchaus bewusst, sieht aber andererseits keine Notwendigkeit, etwas an diesem Zustand ändern zu müssen. Erst die Wiedervereinigung, und zwar nicht in ihren unmittelbaren politischen Konsequenzen, sondern in ihren mittelbaren Auswirkungen auf den Alltag, zwingt ihn, seine Situation zu überdenken und Entscheidungen zu treffen. Übertragen auf Teile der westdeutschen Bevölkerung kann Pauls Denken und Handeln einen Hinweis darauf geben, warum die Wiedervereinigung von vielen Menschen in der alten Bundesländern nicht als Glücksfall, sondern als Störung empfunden wurde, die den geordneten Alltag, und mag er auch auf Lebenslügen beruhen, bedroht. Treichel führt damit mögliche Erklärungsmuster vor für das Desinteresse vieler Westdeutschen an den neuen Bundesländern, aber auch - ironisch gebrochen - für das Phänomen der Westalgie.
키워드
- 제목
- 한스-울리히 트라이헬의 소설 그루네발트제에 나타난 구서독의 정서
- 제목 (타언어)
- Mentalitäten der alten Bundesrepublik in Hans-Ulrich Treichels Roman Grunewaldsee
- 저자
- 자이페너크리스토프
- 발행일
- 2014
- 저널명
- 독일어문학
- 권
- 22
- 호
- 1
- 페이지
- 439 ~ 460